0 60 51/ 91 0 91 hamm@info-hamm.de
Seite wählen

2.4.2 Resttragfähigkeit von Vertikalverglasungen

Für nicht allseitig linienförmig gelagerte Vertikalverglasungen aus VSG ist der Nachweis der Resttragfähigkeit durch Bauteilversuche zu führen. Im Teil 1 der Normenreihe Anhang B werden dazu entsprechende Vorgaben gemacht. Bei Vertikalverglasungen werden die beiden äußeren Scheiben des Glasaufbaus – bei zweischichtigem VSG beide Schichten – durch Anschlagen vorgeschädigt, nachdem mindestens 20 % der charakteristischen Windlast als (Ersatz-) Flächenlast aufgebracht wurden. Der Nachweis der  Resttragfähigkeit gilt als erfüllt, wenn die Verglasung nach Ablauf von 24 Stunden nicht aus ihrer Lagerungskonstruktion herausgefallen ist und auch keine Bruchstücke mit einer bestimmten Größe  herausgefallen sind.

Unter den nachstehend genannten Bedingungen gelten Vertikalverglasungen ohne Bauteilversuche als hinreichend resttragfähig.

 

  • Glaslagerung an mindestens zwei gegenüberliegenden Glaskanten
  • Bohrungen und Ausschnitte dürfen die Resttragfähigkeit nicht ungünstig beeinträchtigen
  • Glasaufbau aus Verbundsicherheitsglas nach DIN EN 14449 mit Zwischenschichten aus PVB-Folie, die an  Probekörpern aus 4 mm FG/ 0,76 mm PVB/ 4 mm FG die Stoßfestigkeitsklasse 1(B)1 nach DIN EN 12600 und Klasse P1A nach DIN EN 356 erreichen. Prüfzeugnisse dazu können über den Glashersteller angefordert werden

<–  zurück     ——       Inhaltsverzeichnis    ——      vorwärts  –>

Leitfaden „Glas im Bauwesen“ 2021

Leitfaden Glas im Bauwesen 2021 - Glasstatik Hamm

Bewerten Sie uns auf Google



Leitfaden „Glas im Bauwesen“ 2012

Leitfaden Glas im Bauwesen 2012 - Glasstatik Hamm