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4.3 Horizontale Nutzlasten

Regelungen zur Größe der anzusetzenden horizontalen Nutzlasten (aus Personen- gedränge) sind DIN EN 1991-1-1 (und dem zugehörigen Nationalen Anhang) zu entnehmen. Die erforderliche Höhe eines Handlaufs bzw. lastertragenden Querriegels über der unmittelbar angrenzenden Verkehrsfläche ist der jeweiligen Landesbauordnung zu entnehmen. Teilweise weichen die Angaben in den einzelnen Bundesländern voneinander ab. In den meisten Fällen beträgt die Mindesthöhe für den Ansatz der horizontalen Nutzlast 0,9 m über der angrenzenden Verkehrsfläche. Dies gilt für Absturzhöhen bis 12 m über Gelände bzw. der Verkehrsfläche auf der Absturzseite. Bei Absturzhöhen von mehr als 12 m beträgt die Mindesthöhe für den Ansatz der horizontalen Nutzlast 1,1 m über Gelände bzw. auf der Verkehrsfläche auf der Absturzseite. Für Fensterbrüstungen weisen einzelne LBO’s geringere Mindesthöhen aus.

Brüstungshöhen bzw. Umwehrungshöhen nach LBO

Abbildung 22: Brüstungshöhen bzw. Umwehrungshöhen nach LBO

Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass neben den oben beschriebenen bauordnungsrechtlichen Vorgaben auch Regelungen zu Mindesthöhen von Umwehrungen den Technischen Regeln Arbeitsstätten ARS A2.1 zu entnehmen sind. Diese weichen bei Absturzhöhen bis 12 m von den bauordnungsrechtlichen Vorgaben ab. Die Mindesthöhe beträgt hier 1,0 m (statt 0,90 m). Nach der Muster-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR) müssen Geländer und Umwehrungen grundsätzlich, d. h. ohne Bezug zur Absturzhöhe, mindestens 1,1 m hoch sein.

 

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Leitfaden „Glas im Bauwesen“ 2021

Leitfaden Glas im Bauwesen 2021 - Glasstatik Hamm

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